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Ohne Ethanol keine Essigsäure

Würze und Reinigungsmittel zugleich

Vielen Menschen ist nicht bewusst, dass es ohne Ethanol keinen Essig geben würde, denn Ethanol ist die Grundlage von jeder Essigsorte. Essig wird in zahlreichen Ländern zum Würzen verweinet. Auch als Haltbarkeitsmittel erfreut es sich immer größerer Beliebtheit. Immer mehr verschiedene Essigsorten entstehen, sodass für jeden Geschmack ein passender Essig gefunden werden kann. Und nicht nur beim Essen wird Essig immer beliebter sondern auch zum Putzen und Entkalken kann das kleine Wundermittel genutzt werden. 

Ohne Ethanol kein Essig

Die Gewinnung von Essig ist ein langandauernder Prozess, der nur durch Ethanol stattfinden kann. Bei der Herstellung von Essig auf herkömmliche Art und Weise und vollkommen ohne technische Hilfsmittel werden Früchte zum Gären gebracht. Bei dieser alkoholischen Gärung wandeln Hefen den Fruchtzucker in Ethanol um und setzen diesen frei. Durch diesen Prozess ist es möglich aus einfachem Fruchtzucker, der in allerlei Früchten und anderen Grundlagen für Essig, enthalten ist, die Basis für guten Essig zu machen.

In der Flüssigkeit die vom Obst über bleibt befindet sich so Ethanol, welches ein ganz besonderes Merkmal für eine alkoholische Lösung ist. Wichtig ist hierbei, dass der entstehende Essig mit genügend Luft und Wärme versorgt wird. Ansonsten kann eine Essig Bildung nicht stattfinden.

In moderner Herstellung wird sofort eine alkoholische Mischung genutzt, die dann mit Essigsäurebakterien versetzt wird. Die Essigsäurebakterien zersetzten dann das Ethanol enzymatisch zu Essigsäure, woraus später der reine Essig gewonnen werden kann.

Durch den großen Bedarf an Essig entstehen immer mehr Methoden, um aus Fruchtzucker schnell und einfach Essig zu zaubern und diesen dann auch in verschiedensten Geschmäckern anzubieten.

Ethanol ist Grundlage von Essig und Alkohol.

Ethanol ist Grundlage von Essig und Alkohol.

  • Offenes Gärverfahren: Dieses Verfahren ist bereits oben beschrieben. Hierbei wird nicht mit bestimmten Techniken gearbeitet, sondern der offene Bottich wird durch Wärme und Sauerstoff zur Eigenarbeit angetrieben. Problematisch ist hierbei, dass die Bakterien nach einer gewissen Zeit nicht mehr arbeiten und eine Essigmutter entsteht. Dies ist eine dicke Schicht auf der Flüssigkeit.
  • Rundpumpverfahren: Hierbei wird die Maische immer wieder im Rundlauf gepumpt, sodass jede Menge Luft und Sauerstoff an diese gelangt. Dies ermöglicht den Bakterien eine besonders effiziente Arbeit und eine schnelle Entstehung von Essigsäure.
  • Submersgärverfahren: Der Vorteil hierbei ist, dass keine Essigmutter entstehen kann, da eine permanente Durchlüftung und schwebende Bakterien genutzt werden. So kann sehr viel effizienter gearbeitet werden.
  • Balsamessigverfahren: Dieses ist die teuerste Herstellung von Essig. Über mehrere Jahre hinweg wird mit spezieller Maische ein besonders wohlschmeckender Essig hergestellt.

Wenn die entstandene Essigsäure Salze bildet spricht man hierbei von Acetaten, die dann in der Essigsäure vorhanden sind.

Es lässt sich also feststellen, dass Ethanol die eigentliche Grundlage für die Entstehung von Essig ist. Ohne den Alkoholgehalt in den Grundlagen des Essigs würden die enzymatischen Prozesse, die letztendlich zum Essig führen, nicht durchlaufen können.