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Was ist Essig?

Was ist Essig?

Essig, so wie man ihn in den meisten Ländern nutzt, ist ein Würz- und Konservierungsmittel, das im eigentlichen Sinne eine Säure ist. Meist dient es zum Würzen von Speißen und Verstärken von Geschmack.

Die Herstellung der Säure

Die Grundlage von Essig ist eine alkoholhaltige Flüssigkeit. Je nach Herstellungsregion ändert sich die Grundlage hierbei und kann von Wein bis Bier reichen. Diese alkoholische Flüssigkeit wird dann destilliert, wobei Essigsäurebakterien, die man auch Essigmutter nennt, hinzugegeben werden. Diese Essigbakterien können aber auch von ganz alleine gebildet werden. Lässt man die alkoholische Flüssigkeit an einem warmen Ort stehen, wo genügend Luftzufuhr gewährleistet ist, so entstehen zahlreiche Essigbakterien.

Die Essigbakterien können dann den Alkohol (Ethanol) zu Essigsäure umwandeln. Damit der Prozess schnell durchlaufen kann wird meist in einem Bottich mit Maische gearbeitet. Der Bottich selbst besteht aus Holz, woran die kleinen Bakterien perfekt haften bleiben. So wird die Maische immer wieder bearbeitet, bis aus dem kompletten Inhalt eine Essigsäure geworden ist. Bildet dieser Essig Salze und/ oder Ester, so bezeichnet man diese als Acetate.

Für jeden Geschmack etwas dabei – Essigsorten

Da Essig aus allen möglichen alkoholischen Flüssigkeiten gemacht werden kann, gibt es auch jede Menge verschiedene Geschmacksrichtungen.

  • Branntweinessig: Für den Branntweinessig werden meist vergorene, alte Kartoffeln, Wodka oder Zuckerrohr genutzt. Das Ergebnis der Essigherstellung sollte dann circa 5% Säure enthalten. Im Vergleich hierzu enthält Essenz bis zu 25% Säure.
  • Weinessig: Hierfür können allerlei Weinsorten genutzt werden. Meist werden rote oder weiße Weintrauben als Grundlage genutzt und so eine Essigbasis mit mindestens 6% Säure hergestellt.

    Früchte aller Art können zur Herstellung von Essig genutzt werden.

    Früchte aller Art können zur Herstellung von Essig genutzt werden.

  • Frucht- oder Obstessig: Früchte aller Art können hier genutzt werden. Ob Apfel, Beeren oder Kirsche – hier findet jede Frucht eine Verwendung. Der Säuregehalt liegt nach der Herstellung des Obstessigs bei mindestens 5%.
  • Getreideessig: Der Getreideessig benötigt Malz oder Gerste um zu seinem wahren Geschmack zu finden. Mit einem durchschnittlichen Säuregehalt von 5% ähnelt er sehr stark dem Branntweinessig.
  • Reisessig: Wie der Name bereits sagt liegt dem Reisessig Reis als Basis vor. Dieser ist sehr mild im Geschmack, da es vorkommen kann, dass nur 2% Säure in dem Essig vorhanden sind.
  • Molkenessig: Hierbei handelt es sich um eine Schweizer Spezialität, die aber auch in Frankreich und Österreich hergestellt wird.
  • Honigessig: Meist bekannt als Met, wird bei der Produktion dieses Essigs, vergorener Honig genutzt. Daher gilt der Essig auch als Spezialität mit circa 5% Säuregehalt.